Tag-Archiv für » Kreativwirtschaft «

Habt gute Laune!

Dienstag, 14. Juli 2009 16:58

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat vor einiger Zeit die Plattform “Kreative Ökonomie” ins Leben gerufen. Dort erscheinen in regelmäßigen Abständen Kolumnen zum Thema, aktuell die Kolumne von brandeins-Autor Thomas Ramge mit dem Titel “Geht Spielen“.

Darin wird mal ganz einfach auf den Punkt gebracht, was Kreativität fördert:

Gute Laune!

Thema: Feuilleton | Kommentare (0) | Autor: admin

Problemquartier wird Labor der Zukunft

Montag, 27. April 2009 14:22

Im Hamburger Armutsviertel Wilhelmsburg sucht die Internationale Bauaustellung (IBA) Hamburg Antworten auf Fragen nach der Stadt der Zukunft. Drei Leitgedanken stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Der Prozess wird bestimmt durch eine intensive Kommunikation mit den Betroffenen. Das Ergebnis ist vollkommen offen.
  • Das Motto lautet “Aufwertung ohne Verdrängung”. Gentrifizierung soll keine Chance haben.
  • Die Schlagworte sind: Bildungsoffensive, Kreatives Quartier, Interkultureller Raum und Klimaschutzkonzepte

Die ZEIT vom 08. April 2009 stellt zurecht die Fragen: Lässt sich soziale Wandlung einfach organisieren? Lassen sich Ideen und Programme oktroyieren? Wenn jetzt Studenten, Künstler, Designer, Architekten, Fimschaffende aus Hamburg, der Bundesrepublik, der ganzen Welt, kurzum: die Speerspitze der “kreativen Klasse”, auf die Elbinsel kommen und für einen geringen Mietsatz Wilhelmsburg von innen heraus zum Labor einer neuen Kultur machen sollen, eilt den ersten Galerien und Ateliers vor allem der Verdacht auf sogenannte Gentrifizierung voraus.

Den Initiatoren und vor allem den Bewohnern bleibt zu Wünschen, dass sie ihr Ziel einer “Aufwertung ohne Verdrängung” erreichen. Dann würde Wilhemsburg wirklich ein Labor der Zukunft und ein Paradebeispiel für eine gelungene Stadtentwicklung darstellen. Warten wir ab, was sich bis 2013 an der Elbe so alles tut.

Thema: Aktionen, Szeneviertel | Kommentare (0) | Autor: admin

Spannende Spandauer Vorstadt

Dienstag, 3. März 2009 14:51

Endlich mal wieder in Berlin - ein ganzer Tag, um mich durch die Strassen treiben zu lassen und die Lebendigkeit dieser Stadt zu genießen. Zwei Dinge beeindrucken mich an diesem Tag besonders:

Die mittlerweile weit bekannten Hackeschen Höfe - ein über alle Maßen gelungenes Sanierungsprojekt eines städtischen Wohnquartiers mit einer Reihe von Hinterhöfen. Eine Vielzahl von kleinen Läden und Manufakturen füllen das Quartier mit Geschäftigkeit aus und ziehen zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die kleinen Gewerbehöfe. Hier gibt es ausgefallene Regenbekleidung, Perlen für die Schmuckgestaltung, alte Spielwaren und vieles mehr. Nicht zu vergessen das Variete “Chamäleon”, das Arthous-Filmtheater und gastronomische Betriebe, die das Viertel auch in den Abendstunden zu einem attraktiven Anziehungspunkt machen.

Das zweite eindrückliche Erlebnis begegnet mir dann eher zufällig in der Oranienburger Straße. Zwischen den top sanierten Gebäuden mit netten Cafes und Bars erhebt sich plötzlich ein mächtiger baufälliger Komplex. Ein goßes Tor läd mich dazu ein, ein Blick in den Hinterhof zu werfen. Der Hinterhof entpuppt sich allerding als rießige städtische Brachfläche auf der ein Sammelsurium an Kunstgegenständen lagert. In einem Zelt gibt es eine Ausstellung von Eisenskulpturen, die durch eigentümliche musische Klänge untermalt wird. Ich bin total fasziniert. Dies passt so gar nicht in diese Gegend und ist gerade deswegen so spannend. Erst über das Internet erfahre ich, dass es sich um das Kunsthaus Tacheles handelt, das sich Dank des Engagements der Künstlerinitiative Tacheles inmitten der vornehmen Vorstadt Spandau gegen die Wiederstände der Stadtentwicklung halten konnte. Solche Areale machen ein Stadtviertel erst lebendig und lohnenswert es zu erkunden - hoffentlich ist das auch den Damen und Herren Stadtentwickler bewusst.

Thema: Szeneviertel | Kommentare (0) | Autor: admin

Bald Zwischennutzungsagentur in München

Donnerstag, 19. Februar 2009 13:17

Künslter benötigen Freiräume und “unbestimmte” Orte, an denen sich eine neue Kunst- und Kulturszene “von Unten” immer wieder neu entfalten kann. (…) Diese Orte sind in München äußerst rar.” So ist es in der Studie “München - Standortfaktor Kreativität” zu lesen, die bei zukunftsquariter.net bereits besprochen wurde (siehe Artikel vom 04.11.08).

Aktuelle Beispiele wie die bevorstehende Auflösung der “Kulturoase” in der Blumenstrasse oder auch der hohen Nutzungsdruck auf das für Kreative sehr attraktive ehemalige Redaktionsgebäude der Süddeutschen Zeitung unterstreichen diese Tatsache. Die Urbanauten haben es sich nun zur Aufgabe gemacht auch in München eine Zwischennutzungsagentur zu gründen. Dafür ist es höchste Zeit. Denn ohne günstige Räumlichkeiten für kreatives Schaffen besteht die Gefahr, dass München seine jungen und experimentierfreudigen Nachwuchs-Kreativen an Berlin verliert.

Thema: Aktionen, Geographie | Kommentare (0) | Autor: admin