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…befreit arbeiten

Mittwoch, 10. Juni 2009 15:39

Raum mit Inhalt füllen, dass ist die Intension des Projektes “citizen space …befreit arbeiten”. In dem historischen Gebäude der ehemaligen Seifensiederei Steinfels im Züricher Westen können Räume tage-, wochen- oder monatsweise angemietet werden. Dass die Räume zur Zeit ausgebucht sind, zeigt wie hoch die Nachfrage nach flexiblen Arbeitsformen geworden ist. Menschen finden sich für ein Projekt zusammen und benötigen Raum, um gemeinsam an ihren Ideen zu arbeiten.  Anschließend löst sich die Arbeitsgruppe wieder auf bzw. findet sich in anderer Zusammensetzung und in anderen Räumlichkeiten für neue Projekte zusammen. Die Flexibilisierung der Arbeitswelt wird in Zukunft noch mehr solcher Raumkonzepte benötigen. Diese müssen auch in der Lage sein verschiedene Bedürfnisse miteinander in Einklang zu bringen.

Für citizen space heißt das: “In charaktervollen Räumen des Industriezeitalters arbeiten, via W-Lan weltweit kommunizieren, am Nebentisch Ideen diskutieren. Und das heisst auch: Die Durchblutung beim Tischfussball anregen, sich mit Kaffee stimulieren oder nach der Arbeit ein Turbinerbräu ab Hahnen geniessen.

In diesem Blog wurde bereits über das Hallenprojekt in Berlin berichtet (siehe Artikel vom 06.10.08). Eine Gruppe Kreativer war auf der Suche nach genau solchen Räumlichkeiten, wie sie das citizen space bereithält. Aus dem Hallenprojekt ist mittlerweile ein Coworking-Netzwerk für Digitalarbeiter und Orte geworden.

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“Most Wanted: Kulturwirtschaft”

Donnerstag, 12. Februar 2009 10:14

Im Zunft[blog] wurde vorgestern auf einen Artikel von Klaus Kofler und Oliver Selaff in der aktuellen Medianet mit dem Titel “Most wanted: Kulturwirtschaft” hingewiesen. Genau wie in dem am 02. Februar 09 bei zukunftsquartier.net veröffentlichten Artikel “Jede Region will eins haben - ein kreatives Milieu” geht es um die Frage nach den Standortfaktoren, die für Kreative attraktiv sind. “Die Identität und Attraktivität von Städten und Regionen und die in diesem Zuge angebotenen Möglichkeiten und Chancen werden die zukünftigen Erfolgsfaktoren darstellen.

Der Artikelt streicht schön heraus, auf was es den Kreativen wirklich ankommt: neben dem Zusammenspiel aus Nachhaltigkeit, Innovation, Transparenz und Wissen spielt besonders das soziale Umfeld eine bedeutende Rolle.

Der Wirtschafts- und Sozialgeograph Peter Meusburger betont immer wieder, dass nur dort wo Raum für provokatives Denken, dass sich bis an die Grenze des Erlaubten vorwagt, gegeben ist, sich Kreativität entfalten kann (siehe auch Artikel vom 24.09.2008). Auch die beiden Autoren Klaus Kofler und Oliver Selaff haben diesen Aspekt als bedeutend für die Entstehung von Kreativität erkannt: “Was unser Umfeld zulässte oder nicht, wird eines der wesentlichen Beurteilungskriterien der kreativen Klasse sein.

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Jede Region will eins haben - ein kreatives Milieu

Montag, 2. Februar 2009 15:23

Jede Region strebt danach ein kreatives Milieu zu sein. Aber was steckt hinter diesem vielversprechenden Begriff, der nach Fortschritt, Zukunft, Aufbruch und Lebendigkeit klingt? Erstmals hat die Forschungsgruppe GREMI (Groupe de Recherche Europeen sur les Milieux Innovateurs) 1984 den Begriff geprägt. Drei Merkmale hat sie herausgearbeitet, die ein kreatives Milieu auszeichnet:

  • Kontaktnetze regionaler Akteure, die Lernprozesse anregen
  • soziele, d.h. explizit persönliche Beziehungen
  • Image und Selbstwahrnehmung als Ausdruck mentalen Zusammenhalts und gemeinsamer Zielsetzungen

Auf Seiten der Wirtschaftsgeographie hat Martina Fromhold-Eisebith den GREMI-Ansatz aufgegriffen und sich ausführlich mit den kreativen Milieus als Motor regionalwirtschaftlicher Entwickung beschäftigt. Bis heute gibt es jedoch kein allgemein gültiges Rezept, wie sich kreative Milieus schaffen lassen. Denn private und enge Beziehungen zwischen qualifizierten Entscheidungsträgern und Schlüsselpersonen, Vertrauen, Zusammengehörigkeitsgefühl und ein positives Image lassen sich nicht so einfach von außen schaffen. Dennoch versuchen Städte und Regionen ein positives Klima für die Entstehung kreativer Milieus zu fördern. Den einen gelingt das besser, den anderen weniger gut. Letztendlich hängt ein kreatives Milieu von seinen Menschen ab: Sind sie motiviert, begeisterungsfähig, kontaktfreudig, offen für Neues und ihrer Region verbunden - dann ist der Grundstein gelegt.

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Kulturcheck: Berlin versus London

Mittwoch, 3. Dezember 2008 9:08

Befindet sich East London bald in Berlin? Dieser Frage geht der Guardian-Journalist Mark Espiner zur Zeit in Berlin nach. Der Londoner macht sich Sorgen, weil Londoners Künstler und Kreative in Scharen nach Berlin aufbrechen. Was macht den Reiz dieser Stadt aus? Was hat Berlin, was London fehlt?

Zwei Wochen streunt Mark Espiner durch Berlin, um dies herauszufinden. Er besucht Kulturveranstaltungen, Konzerte, Fleischerläden und sucht das Gespräch mit den Künstlern. Was er so alles auf seinem Streifzug durch Berlin erlebt, kann im Tagesspiegel nachgelesen werden.

Thema: Aktionen, Szeneviertel | Kommentare (0) | Autor: admin