kreativ, unkonventionell, jung sucht Kollegen
Montag, 6. Oktober 2008 16:30
Schien mit der immer weiter zunehmenden digitalen Vernetzung der Menschen aus allen Teilen der Welt das 1964 von dem Soziologen Marshall McLuhan formulierte “globale Dorf” Wirklichkeit zu werden, so hat sich die kreative Elite heute noch immer nicht auf dem Lande niedergelassen. Die “digitale Boheme” sucht gerade nicht die Einsamkeit auf dem Lande (wie es ja viele darstellende Künstler im 19. und 20. Jahrhundert getan haben), obwohl sie anscheinend nur Laptop und Internet zum Glücklichsein brauchen.
Oder brauchen sie doch mehr? Selbst die kleine berliner Stadtwohnung, wo ringsherum das Leben tobt, scheint nicht die optimalen Arbeitsbedingungen für die Kreativen zu bieten. Nicht umsonst sind sie auf der Suche nach Gleichgesinnten, mit denen sie Räume, Ateliers und vor allem Ideen teilen können. Das 2007 ins Leben gerufene “Hallenprojekt” zeigt es ganz deutlich: Die eigene Wohnung ist zu eng, im Star-Bucks um die Ecke herrscht zuviel Trubel. Sie suchen Raum, in dem sie arbeiten können. Aber bitte kein Großraumbüro, eine “Halle” soll es sein. Denn dort können die Gedanken frei fließen!
Thema: Szeneviertel | Kommentare (1) | Autor: admin
