Tag-Archiv für » Brachen «

Baustellenspielplatz

Freitag, 14. August 2009 10:58

Der Verein IG brachland aus Bern unterstützt Kommunen bei der Entwicklung von Nutzungsideen für vergessene Orte, Zwischenbereiche oder Räume, die darauf warten überbaut zu werden. Aktuell wird in Arbon das innenstadtnahe Areal Saurer WerkZwei für die Bevölkerung zugänglich gemacht. Bis auf dem 200.000 qm grossen Areal jedoch ein neues Stadtquartier entsteht, werden noch einige Jahre ins Land gehen. In dieser Zeit soll das Gelände der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Mit dem Projekt “brachland Baustellenspielplatz” hat die IG brachland bereits in den Jahren 2007/08 vier Baustellenspielplätze in Bern initiiert. Daraus ist ein Leitfaden Baustellenspielplätze hervorgegangen, der wichtige Informationen für Kommunen, Bauherren und Einwohnern bei der Umsetzung eines solchen Projektes bereithält.

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Suboptimale Nutzung lieben lernen

Dienstag, 21. Juli 2009 17:28

Suboptimale Nutzung lieben lernen” so lautet der Titel einer vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung in Auftrag gegebenen Studie. Immer mehr Kommunen stehen vor der Herausforderung leerstehende Gebäudekomplexe und Brachflächen in die Stadtentwicklung zu integrieren. Zwischennutzungen oder auch Nischennutzungen werden oft argwöhnisch beäugt, als Parellelwirtschaften, kleine Biotope oder einfach Spielwiesen. Sie können aber bei gewisser kommunler Förderung und Unterstützung auch großes Potenzial bergen, denn die Nischennutzer “sind oft Macher-Typen mit einem persönlichen Ziel vor Augen, wie zum Beispiel der Selbständigkeit. Um ihr Ziel zu erreichen, bringen sie viel persönliches Engagement in den Prozess ein, da sie Wege gehen wollen, die nicht alltäglich sind.”

Die Studie stellt Beispiele für Zwischennutzungen vor, veranschaulicht die Interessen der Nutzer und die Vor- und Nachteile, die sich für Eigentümer und die Kommune ergeben, geht auf den Planungsprozess hin zu einer Integration der Nischennutzung ein und gibt einen Überblick über die rechlichen Aspekte.

Thema: Geographie, Szeneviertel | Kommentare (0) | Autor: admin

Spannende Spandauer Vorstadt

Dienstag, 3. März 2009 14:51

Endlich mal wieder in Berlin - ein ganzer Tag, um mich durch die Strassen treiben zu lassen und die Lebendigkeit dieser Stadt zu genießen. Zwei Dinge beeindrucken mich an diesem Tag besonders:

Die mittlerweile weit bekannten Hackeschen Höfe - ein über alle Maßen gelungenes Sanierungsprojekt eines städtischen Wohnquartiers mit einer Reihe von Hinterhöfen. Eine Vielzahl von kleinen Läden und Manufakturen füllen das Quartier mit Geschäftigkeit aus und ziehen zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die kleinen Gewerbehöfe. Hier gibt es ausgefallene Regenbekleidung, Perlen für die Schmuckgestaltung, alte Spielwaren und vieles mehr. Nicht zu vergessen das Variete “Chamäleon”, das Arthous-Filmtheater und gastronomische Betriebe, die das Viertel auch in den Abendstunden zu einem attraktiven Anziehungspunkt machen.

Das zweite eindrückliche Erlebnis begegnet mir dann eher zufällig in der Oranienburger Straße. Zwischen den top sanierten Gebäuden mit netten Cafes und Bars erhebt sich plötzlich ein mächtiger baufälliger Komplex. Ein goßes Tor läd mich dazu ein, ein Blick in den Hinterhof zu werfen. Der Hinterhof entpuppt sich allerding als rießige städtische Brachfläche auf der ein Sammelsurium an Kunstgegenständen lagert. In einem Zelt gibt es eine Ausstellung von Eisenskulpturen, die durch eigentümliche musische Klänge untermalt wird. Ich bin total fasziniert. Dies passt so gar nicht in diese Gegend und ist gerade deswegen so spannend. Erst über das Internet erfahre ich, dass es sich um das Kunsthaus Tacheles handelt, das sich Dank des Engagements der Künstlerinitiative Tacheles inmitten der vornehmen Vorstadt Spandau gegen die Wiederstände der Stadtentwicklung halten konnte. Solche Areale machen ein Stadtviertel erst lebendig und lohnenswert es zu erkunden - hoffentlich ist das auch den Damen und Herren Stadtentwickler bewusst.

Thema: Szeneviertel | Kommentare (0) | Autor: admin

Räume und ihre Bedeutung für uns

Montag, 13. Oktober 2008 20:56

Gebäudeleerstände und Brachflächen zeugen vom Niedergang einer Region. Für sie gilt das Motto: Aufschwung war gestern und das Morgen findet wo anders statt. Der Raum erfährt einen Bedeutungswandel. Aber was heißt das genau?

Wir machen uns von jedem Raum ein Bild. Je nach dem was darin stattfindet bzw. was ihn auszeichnet drücken wir jedem Raum einen Stempel auf: So sehen wir ein großes Werk, in dem viele Menschen der Region arbeiten anders - nämlich positiv - im Gegensatz zu leerstehenden vereinsamten Fabrikhallen, die nach und nach verfallen. Der Raum an sich hat sich durch diesen Strukturwandel nicht verändert, aber die Bedeutung, die wir ihm zuschreiben.

Die große Frage ist, ob dem Phänomen Gebäudeleerstand und Brache eine neue, eine positive Bedeutung zugewiesen werden kann. Kann dieses Phänomen auch als Chance betrachtet werden?

Daniel Kunle und Holger Lauinger verfolgen mit ihren zwei Dokumentarfilmen diese Intension. “Nicht mehr / noch nicht” reflektiert den Möglichkeitsraum von Brachen und regte mittlerweile die Phantasie schon vieler Betroffener an, sich mit dem Gebäudeleerstand und der Brache in ihrer Nachbarschaft mal ganz anders auseinanderzusetzen. Der zweite Film “Neuland” setzt sich mit der Transfomationslandschaft in Ostdeutschland auseinander. “Die Verdichtung von Realitätsfragmenten unterschiedlicher Akteure, von Pionieren und ihren Projekten regt an, Neuland zu denken.

Menschen, die sich auf Neuland wagen, haben die Hoffnung für ihr Quartier nicht aufgegeben. Sie haben den festen Willen, die Leerstände und Brachen in ihrer Nachbarschaft wieder mit Leben zu füllen und ihnen so eine neue positive Bedeutung zuzuschreiben.

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