Beiträge vom April, 2009

Problemquartier wird Labor der Zukunft

Montag, 27. April 2009 14:22

Im Hamburger Armutsviertel Wilhelmsburg sucht die Internationale Bauaustellung (IBA) Hamburg Antworten auf Fragen nach der Stadt der Zukunft. Drei Leitgedanken stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Der Prozess wird bestimmt durch eine intensive Kommunikation mit den Betroffenen. Das Ergebnis ist vollkommen offen.
  • Das Motto lautet “Aufwertung ohne Verdrängung”. Gentrifizierung soll keine Chance haben.
  • Die Schlagworte sind: Bildungsoffensive, Kreatives Quartier, Interkultureller Raum und Klimaschutzkonzepte

Die ZEIT vom 08. April 2009 stellt zurecht die Fragen: Lässt sich soziale Wandlung einfach organisieren? Lassen sich Ideen und Programme oktroyieren? Wenn jetzt Studenten, Künstler, Designer, Architekten, Fimschaffende aus Hamburg, der Bundesrepublik, der ganzen Welt, kurzum: die Speerspitze der “kreativen Klasse”, auf die Elbinsel kommen und für einen geringen Mietsatz Wilhelmsburg von innen heraus zum Labor einer neuen Kultur machen sollen, eilt den ersten Galerien und Ateliers vor allem der Verdacht auf sogenannte Gentrifizierung voraus.

Den Initiatoren und vor allem den Bewohnern bleibt zu Wünschen, dass sie ihr Ziel einer “Aufwertung ohne Verdrängung” erreichen. Dann würde Wilhemsburg wirklich ein Labor der Zukunft und ein Paradebeispiel für eine gelungene Stadtentwicklung darstellen. Warten wir ab, was sich bis 2013 an der Elbe so alles tut.

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Querdenker: Die Nuss geknackt

Mittwoch, 8. April 2009 15:54

Ob Baumnusspesto, Baumnuss-Senf oder Baumnuss-Tagliatelle, Veiko Hellwig zaubert die tollsten Kreationen aus Nüssen und Wildfrüchten. Den Koch aus Rostock verschlug es nach der Wende in die Schweiz. Im Thurgau fand er seine zweite Heimat, wo er heute mit seiner Familie lebt. Vor ein paar Jahren gab er seinen familienunfreundlichen Beruf auf und kam durch Zufall auf die Nuss.

Angefangen hat er damals mit dem Baumnuss-Pesto. Heute hat sich zu der Nuss eine breite Vielfalt von heimischen Wildfrüchten gesellt. So produziert er Brotaufstriche, Konfitüren, Gelees, Sirups und Säfte aus Schlehe, Holunder, Kornellkirsche, Bergholder, rotem Holder, Mispel und Hagebutte. Diese sammelt er in einem Umkreis von 20 Kilometern, denn Regionalität, Originalität und Ökologie werden bei Veiko Hellwig groß geschrieben.

Sein neuestes Projekt ist die Förderung der Aronia (Apfelbeere) im Thurgau. “Aronia könnte als Nischenprodukt bei den Bauern gut ankommen (…) Die Bodenseeregion bietet ideale Anbaubedingungen für die Beere mit viel gesundheitlichem und kulinarischem Potenzial.

Thema: Querdenker | Kommentare (0) | Autor: admin

Zitat von Unbekannt

Mittwoch, 1. April 2009 15:24

“Das Wesen des kreativen Prozesses ist, das Vertraute als fremd zu betrachten.”

Thema: Feuilleton | Kommentare (0) | Autor: admin