Beitrags-Archiv für die Kategory 'Geographie'

Suboptimale Nutzung lieben lernen

Dienstag, 21. Juli 2009 17:28

Suboptimale Nutzung lieben lernen” so lautet der Titel einer vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung in Auftrag gegebenen Studie. Immer mehr Kommunen stehen vor der Herausforderung leerstehende Gebäudekomplexe und Brachflächen in die Stadtentwicklung zu integrieren. Zwischennutzungen oder auch Nischennutzungen werden oft argwöhnisch beäugt, als Parellelwirtschaften, kleine Biotope oder einfach Spielwiesen. Sie können aber bei gewisser kommunler Förderung und Unterstützung auch großes Potenzial bergen, denn die Nischennutzer “sind oft Macher-Typen mit einem persönlichen Ziel vor Augen, wie zum Beispiel der Selbständigkeit. Um ihr Ziel zu erreichen, bringen sie viel persönliches Engagement in den Prozess ein, da sie Wege gehen wollen, die nicht alltäglich sind.”

Die Studie stellt Beispiele für Zwischennutzungen vor, veranschaulicht die Interessen der Nutzer und die Vor- und Nachteile, die sich für Eigentümer und die Kommune ergeben, geht auf den Planungsprozess hin zu einer Integration der Nischennutzung ein und gibt einen Überblick über die rechlichen Aspekte.

Thema: Geographie, Szeneviertel | Kommentare (0) | Autor: admin

Erkenne! Erschaffe! Verändere!

Dienstag, 10. März 2009 10:57

Die Ausgabe 1/2009 des berliner universellen Studentenmagazins bus beschäftigt sich im Titelthema mit der Einschränkung des freien Gedankenflusses durch die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge. Julian Nida-Rümelin, Professor der Philosophie, ist der Meinung, dass das Eigenstudium zu kurz kommt und damit auch das Querdenken. Aber gerade das Denken über die gewohnten Bahnen hinaus setzt kreative Prozesse in Gang.

Laut dem Artikel speist sich Kreativität aus drei Grundbedingungen: “Man will sich mit etwas auseinandersetzen, weil man beispielsweise neugierig ist. Man kann sich mit etwas auseinandersetzen, weil man die Fähigken besitzt. Und man darf sich mit etwas auseinandersetzen, weil die Regeln es erlauben.

Die Regeln der straff strukturierten Bachelor- und Masterstudiengänge erlauben dies allerdings nicht mehr. Der Druck ist hoch und Fehler sind nicht erlaubt. “Fehler macht man aber, wenn man konventionelle Pfade verlässt. (…) All die Erfindungen, die das moderne Leben ermöglichen, basieren auf endlosem Scheitern und der schlussendlichen Verwirklichung. Die Aufforderung zur Kreativität muss also die Möglichkeit zum Misserfolg beinhalten.

Können wir es uns leisten, keine Fehler mehr zu machen?

Thema: Geographie | Kommentare (0) | Autor: admin

Bald Zwischennutzungsagentur in München

Donnerstag, 19. Februar 2009 13:17

Künslter benötigen Freiräume und “unbestimmte” Orte, an denen sich eine neue Kunst- und Kulturszene “von Unten” immer wieder neu entfalten kann. (…) Diese Orte sind in München äußerst rar.” So ist es in der Studie “München - Standortfaktor Kreativität” zu lesen, die bei zukunftsquariter.net bereits besprochen wurde (siehe Artikel vom 04.11.08).

Aktuelle Beispiele wie die bevorstehende Auflösung der “Kulturoase” in der Blumenstrasse oder auch der hohen Nutzungsdruck auf das für Kreative sehr attraktive ehemalige Redaktionsgebäude der Süddeutschen Zeitung unterstreichen diese Tatsache. Die Urbanauten haben es sich nun zur Aufgabe gemacht auch in München eine Zwischennutzungsagentur zu gründen. Dafür ist es höchste Zeit. Denn ohne günstige Räumlichkeiten für kreatives Schaffen besteht die Gefahr, dass München seine jungen und experimentierfreudigen Nachwuchs-Kreativen an Berlin verliert.

Thema: Aktionen, Geographie | Kommentare (0) | Autor: admin

Zahlreiche Studien zu Kreativwirtschaft

Montag, 16. Februar 2009 9:05

Immer mehr Städte geben Studien in Auftrag, die ihr kreatives Potenzial untersuchen bzw. die der Frage nachgehen, welche Standortfaktoren die Kultur- und Kreativwirtschaft bevorzugen. 2004 führten Mundelius und Hertzsch vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und die IHK Berlin & Brandenburg 30 Experteninterviews und 50 Befragungen von Unternehmen der Musikbranche in Berlin durch. Folgende von dieser Branche bevorzugten Standortfaktoren kristalisierten sich dabei heraus:

  • Image der Stadt
  • Hoher Anteil und Zuzug von jungen und innovationsfreudigen Kreativen
  • Vorhandensein einer Szene und Subkultur
  • Vorhandensein einer funktionierenden Clublandschaft bzw. eines entspechenden kulturellen Milieus
  • Möglichkeit der politischen Einflussnahme bzw. Nähe zu nationalen Branchenverbänden und Interessenvertretungen

Hier eine Kurzdarstellung der Studie im Wochenbericht des DIW “Berlin - da steckt Musike drin

Weitere Studien zu diesem Thema:

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