Beitrags-Archiv für die Kategory 'Querdenker'

Querdenker: Die Nuss geknackt

Mittwoch, 8. April 2009 15:54

Ob Baumnusspesto, Baumnuss-Senf oder Baumnuss-Tagliatelle, Veiko Hellwig zaubert die tollsten Kreationen aus Nüssen und Wildfrüchten. Den Koch aus Rostock verschlug es nach der Wende in die Schweiz. Im Thurgau fand er seine zweite Heimat, wo er heute mit seiner Familie lebt. Vor ein paar Jahren gab er seinen familienunfreundlichen Beruf auf und kam durch Zufall auf die Nuss.

Angefangen hat er damals mit dem Baumnuss-Pesto. Heute hat sich zu der Nuss eine breite Vielfalt von heimischen Wildfrüchten gesellt. So produziert er Brotaufstriche, Konfitüren, Gelees, Sirups und Säfte aus Schlehe, Holunder, Kornellkirsche, Bergholder, rotem Holder, Mispel und Hagebutte. Diese sammelt er in einem Umkreis von 20 Kilometern, denn Regionalität, Originalität und Ökologie werden bei Veiko Hellwig groß geschrieben.

Sein neuestes Projekt ist die Förderung der Aronia (Apfelbeere) im Thurgau. “Aronia könnte als Nischenprodukt bei den Bauern gut ankommen (…) Die Bodenseeregion bietet ideale Anbaubedingungen für die Beere mit viel gesundheitlichem und kulinarischem Potenzial.

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Querdenker: Kunst als Dienstleistung

Montag, 9. Februar 2009 10:08

Malerei gilt oft als brotlose Kunst, nicht so für Nina K. Matthies. Denn sie hat ihre Leidenschaft mit einer pfiffigen Geschäftsidee verknüpft: Firmenkunst! Das bedeutet die Umsetzung der Farben und Logos von Unternehmen in großformatige Wandmalereien. Die plakativen farbenfrohen Gemälde finden sich häufig auch in den Weihnachtskarten, Kalender und Broschüren der Unternehmen wieder, frei nach dem Motto: Firmenkunst als Werbepräsent!

Zu den Auftraggebern von Nina K. Matthies zählen auch Kommunen, die sich für das Stadtmarketing aussagekräftige und farbige Bilder wünschen. Die Künstlerin sieht ihre Arbeit im Dreieck zwischen Wirtschaft - Stadtgestaltung - Kunst. Langweilige und graue Wandflächen im Stadtbild, wie in Bahnunterführungen, Tiefgaragen etc. gestaltet Nina K. Matthies gerne mit der Bevölkerung gemeinsam. Die Firmenlogos der ortsansässigen Sponsoren finden sich dann in den großformatigen Werke wieder.

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Querdenker: Der Bregenzerwald und seine Handwerker

Dienstag, 9. Dezember 2008 9:00

Innovation und Fortschritt verbinden wir häufig mit Städtischem, Urbanem und eher selten mit dem ländlichen Raum. Das ist ein Fehler, wie das Beispiel “Werkraum Bregenzerwald” deutlich aufzeigt. Die EU stellte der Region Fördergelder für die Regionalentwicklung zur Verfügung und eine Gruppe engagierter Handwerker nutzte die Chance. Gemeinsam nahmen sie ihre Zukunft und die Zukunft der ganzen Region in die Hand. Es entstand eine enge Kooperation der lokalen Handwerksbetriebe, aus der eine permanente Ausstellung ihrer Produkte, eine Zeitschrift und ein Internetauftritt hervorgingen. Zudem wird alle drei Jahre der Wettbewerb “Handwerk und Form” durchgeführt, zu dem sich Designer und Handwerker aus der ganzen Welt bewerben.

Für die Unternehmerin und Wissenschaftlerin Chirstine Ax, die jahrelang die Zunkunftswerkstatt der Hamburger Handwerkskammer geleitet hat, steht fest, dass “dort, wo Handwerk mit Bildung gepaart wird, wo Quereinsteiger handwerklich tätig werden, wo Anregungen von außen zugelassen werden, da floriert die Region.

Die Marke Bregenzerwald ist heute ein Begriff. Die Produkte verbinden Tradition mit modernem Design und erfahren weit über die Region hinaus eine große Nachfrage. Ein Paradebeispiel für ländliche Entwicklung!

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Querdenker: Obststandl - Vitamine für Studenten

Dienstag, 11. November 2008 21:14

Viel wurde bereits über ihn berichtet, über den Obst- oder Bananen-Didi, der mit richtigen Namen Dieter Schweiger heißt und seit 25 Jahren den Obst- und Gemüsestand an der Ludwigsstraße U-Bahn-Aufgang Universität München betreibt. Hier versorgt er nicht nur die Studenten mit Frischem und Gesundem, sondern die ganze Nachbarschaft. Der immer gut gelaunte Standlbesitzer, dessen Motto “S’Lebn is a Freid” ist, ist zu einer festen Institution des Viertels geworden.

Nachdem seine Planstelle beim Arbeitsamt vor über zwei Jahrzehnten gestrichen wurde und er in den Innendienst versetzt werden sollte, hat er die Stelle geschmissen. “Das ist nichts für einen jungen, kreativen Kopf“, sagte er sich und stieg 1984 ins Obst- und Gemüsegeschäft seines Bruders ein. Seitdem hat er von seinem Standl aus viele Studentengenerationen kommen und gehen sehen, die immer froh waren, wenn sie als Nervennahrung bei ihm noch schnell eine Banane bekommen konnten.

Nun stellt sich natürlich die Frage, was den Didi als besonders kreativen Kopf oder Querdenker auszeichnet. Quer gedacht hat er damals, als er sich nicht einfach auf den Job im Innendienst eingelassen hat, sondern Neuland im Obst- und Gemüsehandel betreten hat. Zudem trägt er mit seinem Standl dazu bei, dass das Univiertel ein Stück lebenswerter wird. Und alleine deshalb hat er es verdient bei Zukunftsquartier erwähnt zu werden.

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